Gigolo Tears

„Gigolo Tears“ sitzt am Strand, zwischen Waffeleis mit bunten Zuckerstreuseln und einer leeren Flasche Selbstbräuner. Der Sonnenuntergang kam in Wellen, wie der Heulkrampf, der sie längst erfasst hat. Ein Ugly Cry sprudelt ungebremst aus ihrem Gesicht. Als alles raus ist, rennt sie in die Wellen und springt. Ein Deepdive ins Meer, wo alles klebrigsalzige von ihr gewaschen wird. Sie kehrt zurück zum Beach, als wäre es ein Catwalk.

So in etwa muss man sich die daily Routine von Christin Schalko vorstellen. Und das Setting des Debüt-Albums ihres Alter Egos „Gigolo Tears“.

Die Stücke von „Kill Your Darlings“ schmelzen bunt in den Ohren wie pastellfarbene Popsicles. Jeder Track schwingt wie das seichte Flirren der Luft über Asphalt. Das klebrige 90ies/RnB/Pop-Gemisch legt sich auf Trommelfelle wie frischer Schweiß auf die Haut. „Kill Your Darlings“ ist ein musikgewordenes Schulterpolster. Empowernd. Verspielt. Größenwahnsinnig. Baby, öl dich ein und sing so schief und laut mit wie du kannst.

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